Das Urbar 1492, ein Steuerverzeichnis der Grundherrschaft und das Sterbebuch des Stiftes sind Quellen des Mittelalters. Das Zunftbuch, Wirtschaftsakten, das Grundbuch und der Franziszeische Kataster schließen zeitlich an. Aufschlussreich sind auch persönliche Dokumente und seltene Fotos der letzten hundert Jahre. Manches Kunststück der Schmiede blieb erhalten.
Die Huf- und Hackenschmiede war über 500 Jahre "Hofschmiede" Spitals und ab 1808 ca. 150 Jahre eine gewöhnliche Schmiede, in der zuletzt nur mehr Pferde beschlagen wurden.
Die ehemalige Hofschmiede des Stiftes Spital am Pyhrn ist durch den
Wirtschaftsverkehr nach und von Venedig in der Zeit nach 1300 entstanden. Der
erste nachweisbare Schmied Andreas arbeitete noch für das Hospital.
Andreas Ferdinand Lindemayr übernahm die Hofschmiede zu einer Zeit in der die Barockisierung des Stiftes fruchtbare Arbeit versprach. Berühmt wurde die kunstvolle Linienführung des von ihm 1734 fertiggestellten Abschlussgitters der Stiftskirche. Bis in das mittlere Steyrtal lieferte der Schmied seine Aufträge ab, darunter Grabkreuze, Fensterkörbe, Wirtshausschilder und Türbeschläge. Sein Sohn Matthäus erweiterte das Geschäft um eine Frätschlerei, einen Kramladen und betrieb auch die Waffenschlosserei und Uhrmacherei.
An den drei Essen hämmerten außerdem vier Gesellen und ein Lehrjunge.
Ein halbes Jahrhundert ruhte die Esse. Die Renovierung anlässlich der Landesausstellung 1998 ermöglichte die Einrichtung einer Schauschmiede.
Führungen durch die Lindermayr-Schmiede
Schmiedevorführung
Prägen der "Spitaler-Münze"
nach telefonischer Voranmeldung für Gruppen ab 10 Personen (07563/ 7338 oder 07563/7232).